Der Kaiser ist tot

Kaiser Justinian I., geboren als Flavius Petrus Sabbatius Justinianus im Jahre 482 n.Chr. im heutigen Mazedonien war Kaiser des oströmischen Reiches von 527 bis zu seinem Tod im Jahre 565.

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Etwa 50 Jahre nach der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers (das Römische Reich wurde im Jahre 395 in einen Ost- und einen Westteil geteilt), durch einen germanischen General in römischen Diensten, begann unter Justinian eine großangelegte Restaurationspolitik. Es gelang ihm durch seine fähigen Generäle Narses und Belisar mit Ausnahme Galliens und Britanniens beinahe alle Gebiete des ehemaligen römischen Imperiums zurückzuerobern.

Justinian entfaltete eine rege Bautätigkeit, unter anderem ließ er die berühmte Hagia Sophia, die bis weit ins Mittelalter hinein die größte christliche Kirche sein sollte, errichten.
In der Kirche seiner Zeit spielte Justinian eine dominierende Rolle. Justinian verfasste selbst theologische Abhandlungen und leitete Kirchenversammlungen. Eifrig um Christianisierung bemüht, ließ er 529 die berühmte platonische Akademie in Athen schließen.

Das innenpolitisch bedeutendste Ereignis seiner Regierungszeit war der so genannte Nika-Aufstand in Konstantinopel (heutiges Istanbul) im Jahre 532, bei dem die Parteien der Blauen und Grünen verärgert durch Justinians Bestrebungen ihren Einfluss einzuschränken, sich zusammenschlossen und einen Gegenkaiser ausriefen. Während Justinian die Lage als verloren ansah, weigerte sich seine Frau Theodora, eine ehemalige Zirkusartistin, aus der Hauptstadt zu fliehen. Daraufhin befahl Kaiser Justinian seine Truppen ins Hippodrom (Stadion indem Wagenrennen stattfanden), wo sich die Aufständischen versammelt hatten. Die kaiserlichen Truppen metzelten in der Folge alle 20 000 Aufständischen blutig nieder.

Die Regierungszeit Justinians stellt eine Phase des Übergangs der antiken Welt zum Mittelalter dar; seine Restaurationspolitik erweckte ein letztes Mal den Traum des universellen Imperium Romanums zum Leben.
Eine der größten Leistungen Justinians war die Kodifikation des römischen Rechts im sogenannten Codex Justinianus.

Kaiser Justinian, der zudem als letzter römischer Kaiser dessen Muttersprache noch Latein war in die Geschichte eingehen sollte, verstarb am 14. November des Jahres 565. Das oströmische Reich hatte als byzantinisches Reich noch bis zum 29. Mai 1453 bestand, als die türkischen Osmanen dessen Hauptstadt Konstantinopel eroberten. Damit war auch der letzte Teil des ehemaligen römischen Imperiums untergegangen.

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Justinian_I.

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